„Die Folgen des Unwetters haben auch dem letzten Zweifler klar vor Augen geführt, wie wichtig der Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Gimmigen ist“, sagt Erster Beigeordneter Guido Orthen. Das Projekt befindet sich momentan in der Ausführungsplanung.
„Die Ausschreibung und die Vergabe der Bauleistung sollen noch in diesem Jahr erfolgen“, so Orthen, der am 1. August die Amtsgeschäfte als Bürgermeister der Kreisstadt übernimmt. Er geht davon aus, dass mit dem Bau noch in 2010 begonnen wird. Das Regenrückhaltebecken ist auch Tagesordnungspunkt der nächsten öffentlichen Sitzung des Ortsbeirats Gimmigen am Mittwoch, 14. Juli, um 19 Uhr im Bürgerhaus Gimmigen.
Das Unwetter am Samstagnachmittag war im Stadtgebiet vor allem für die Menschen in den Stadtteilen Gimmigen, Heppingen und Marienthal folgenschwer. Guido Orthen, Erster Beigeordneter der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, war schon kurz danach vor Ort, um sich ein Bild von den Schäden zu machen. „Wir sind froh, dass keine Menschen verletzt wurden“,sagte Guido Orthen,
Besonders betroffen: die Burgstraße in Gimmigen, die schließlich für mehrere Stunden gesperrt werden musste. Dort war der Leimersdorfer Bach über die Ufer getreten und hatte die Straße voll überflutet. Alleine dort musste die Feuerwehr in 16 Häusern die Keller auspumpen. „Feuerwehr, THW und Polizei waren im Dauereinsatz und haben ihr Bestes gegeben,“ sagte Guido Orthen, „allen Helfern gilt für ihren tatkräftigen und unermüdlichen Einsatz unser aller Dank.“
Nachdem die Fluten vorüber waren, wurde das Ausmaß der Schäden in Gimmigen und Heppingen erst richtig sichtbar. Schlamm auf Straßen und in Kellern, beschädigtes Mobiliar und nicht mehr zu gebrauchende Hausgeräte an den Straßenrändern. Die Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler leistete hier am Sonntagmorgen schnell und unbürokratisch Hilfe. Sie stellte für den Abtransport des zerstörten Hausinventars Müll-Container bereit, die noch am selben Tag abgeholt wurden.
Am Montag machte sich der städtische Betriebshof an weitere Aufräumarbeiten. Die Mitarbeiter beseitigten unter anderem den Schlamm von den Straßen und richteten den Kinderspielplatz wieder her. Dabei tauschten sie auch den kompletten Spielsand aus. Außerdem galt es, eine schadhafte Fußgängerbrücke zu entfernen und hier mit einem Ersatzbau zu beginnen.
Quelle: Rhein-Zeitung |