Landrat Dr. Jürgen Pföhler hat sich wegen der Unwetterschäden im Kreis Ahrweiler an den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck gewandt und um Sonderhilfen des Landes gebeten. Die betroffenen Hauseigentümer, Landwirte und Winzer benötigten wegen der außergewöhnlichen Härten schnelle Finanzhilfen.
Der Kreis helfe mit dem Fonds "Nachbar in Not" und dem Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB), die Kommunen unter anderem mit Bauhöfen und Bürgerstiftungen. "Das reicht aber bei weitem nicht", so Pföhler, der seinen Appell nach Mainz auch im Namen der Bürgermeister ausspricht. Den formalen Antrag zur Gewährung von Sonderhilfen hat die Kreisverwaltung bereits dem Land zugesandt. Wenn das Innenministerium diesem Antrag zustimmt, können finanzielle Hilfen des Landes fließen. Die Schäden würden zuvor von Kommissionen begutachtet. Alleine in Nierendorf beläuft sich die Schadenssumme an privaten Grundstücken, Häusern und Hausrat nach Feststellung der Gemeinde Grafschaft auf eine Million Euro. Der kreisweite Hilfsfonds "Nachbar in Not", für den der Landrat zu Spenden zugunsten der Unwettergeschädigten aufruft, wurde mittlerweile auf 30.000 Euro aufgestockt. Der AWB hat in den betroffenen Gebieten Sonderabfuhren für Sperrmüll vorgenommen. Weitere Abfälle konnten kostenlos bei den Entsorgungsanlagen abgegeben werden. Pföhler, der die betroffenen Ortschaften besuchte, dankte den Rettungskräften, Feuerwehren und Technischem Hilfswerk. "Ohne deren Einsätze wäre der Schaden noch viel größer," so Pföhler, der sich außerdem von den Nachbarschaftshilfen "beeindruckt" zeigte. Landrat Dr. Jürgen Pföhler bittet die Bevölkerung im Kreis Ahrweiler um Spenden für den Hilfsfonds "Nachbar in Not", die gezielt an die Betroffenen des Unwetters im Kreisgebiet weitergeleitet werden. "Es gibt eine Reihe von Härtefällen, Hilfe wird sofort benötigt", erklärte Pföhler, der die Ortschaften des betroffenen Gebietes besuchte.
Die Kreissparkasse Ahrweiler und die Volksbank Rhein Ahr Eifel hätten zusammen bereits 10.000 Euro für den kreiseigenen Hilfsfonds gespendet, so Pföhler. Jeder Cent, der an "Nachbar in Not" fließe, komme Bedürftigen im AW-Kreis zugute, die unverschuldet in finanzielle Engpässe geraten sind. Das schwere Gewitter hatte am Samstagnachmittag (3. Juli) Teile des nördlichen Kreisgebiets verwüstet. Besonders betroffen sind Gebiete von Remagen, der Grafschaft und des unteren Ahrtals. Die Folgen sind teils massive Schäden an und in Gebäuden. Die Wassermassen haben Keller überflutet und Hausrat vernichtet. Sturmböen deckten Dächer ab und ließen Bäume umstürzen. Auch Land- und Weinwirtschaft sind hart betroffen. Alle Zahlungen für "Nachbar in Not" dienen gemeinnützigen Zwecken. Daher können Spendenquittungen ausgestellt werden. Das Spendenkonto: Kreissparkasse Ahrweiler, Konto 810 200, BLZ 577 513 10. Quelle: Kreisverwaltung Ahrweiler |